In einem Einkaufszentrum in Kopenhagen sind am Sonntag Schüsse gefallen. Mehrere Menschen seien dabei ums Leben gekommen. Die Polizei ist vor Ort mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Schüsse in einem Einkaufszentrum haben in Kopenhagen für Panik und dramatische Szenen gesorgt. Mehrere Menschen sind dabei getötet worden, sagte Polizeichefinspektor Søren Thomassen am Sonntagabend bei einer Pressekonferenz in der dänischen Hauptstadt. Bei der im Zusammenhang mit dem Vorfall festgenommenen Person soll es sich laut dem Inspektor um einen 22-jährigen Dänen handeln. Das Krankenhaus Rigshospitalet teilte dem Sender TV2 zufolge mit, drei Verletzte seien dorthin gebracht worden.
Am Abend war unklar, ob der oder die Täter gefasst waren. „Wir sind immer noch mit massiven Kräften im Fields und arbeiten daran, das gesamte Gebäude zu sichern“, twitterte die Polizei. „Wenn Ihr noch im Field’s seid, bleibt, wo Ihr seid und wartet auf die Polizei.“
PAID CRIME 13 Ein Polizist und sein Land Dänemark
Kopenhagen: Augenzeugen berichten von „Schüssen und Chaos“
Augenzeuge Laurits Hermansen sagte dem Sender DR zu den Schüssen in Kopenhagen, er habe drei oder vier sehr laute Knalle gehört, als er gerade mit seiner Familie in einem Geschäft war. Dann seien andere Menschen in den Laden gerannt und hätten von Schüssen berichtet, daraufhin sei er mit seiner Familie durch einen Notausgang geflohen, sagte Hermansen.
Über dem Gelände schwebte ein Hubschrauber. Die Umgebung wurde abgesperrt. Die Polizei rief Augenzeugen auf, Video- und Fotomaterial zur Verfügung zu stellen.
Auch der Zeitung „Jyllands-Posten“ sagten Zeuginnen, sie hätten Schüsse gehört. „Man wusste nicht, was passiert. Plötzlich brach überall Chaos aus“, sagte die 20-jährige Emilie Jeppesen dem Blatt. Ihre Freundin Astrid Kofoed Jørgensen sagte: „Jeder im Restaurant wurde in die Küche geschickt, dann saßen wir dort und konnten drei oder vier Schüsse hören.“
Zwei Tote nach Schüssen in Bar in Norwegen – Terrorverdacht 13.22
Kopenhagen: Bürgermeisterin entsetzt über Vorfall
Oberbürgermeisterin Sophie H. Andersen hat sich entsetzt über den Vorfall gezeigt. Es sei „furchtbar“, twitterte Andersen. „Wir wissen noch nicht genau, wie viele Menschen verletzt oder tot sind, aber es ist sehr ernst.“ Die Stadt stehe in engem Kontakt mit der Polizei und sei bereit zu helfen. Ein Empfang mit dem dänischen Kronprinz Frederik auf einem Schiff wurde abgesagt.
Das Field’s ist ein großes Einkaufszentrum im relativ neuen Viertel Ørestad im Süden von Kopenhagen. In der Nähe befindet sich auch die große Mehrzweckhalle Royal Arena. Dort war am Sonntag ein ausverkauftes Konzert des britischen Sängers Harry Styles geplant.
Es ist das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit, dass es in einer skandinavischen Hauptstadt einen Angriff gibt. Erst vor gut einer Woche waren in einer Schwulen-Bar in Oslo zwei Menschen getötet und 21 weitere verletzt worden. Der norwegische Geheimdienst PST stuft die Attacke als islamistischen Terroranschlag ein.
Hinweis: Dieser Artikel wird aufgrund der Entwicklungen laufend aktualisiert.
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