Wärmedämmung: Reflexionsfolien für Heizkörper: Wie sinnvoll ist die Anbringung?

Viele Heizkörper finden sich an Außenwänden und in Fensternähe, sodass ein Großteil der erzeugten Wärme – bei schlechter Dämmung – verloren geht. Um die daraus resultierenden (hohen) Energiekosten zu senken, greifen immer mehr Haushalte auf Reflexionsfolien zurück. Aber helfen diese wirklich?

Reflexionsfolien für Heizkörper sind dünne Dämmplatten, die meist einseitig mit Aluminium beschichtet sind. Dadurch sollen sie die nach hinten abgestrahlte Wärme in den Raum zurück reflektieren, anstatt über schlecht gedämmte Außenwände (wie es in Altbauten oft der Fall ist) verloren zu gehen. Hier stellt sich jedoch die Frage, wie effektiv die Anbringung wirklich ist. Und bergen Reflexionsfolien möglicherweise gewisse Risiken? Wir verraten es Ihnen.

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Das müssen Sie über Reflexionsfolien wissen

Grundsätzlich gilt: Je dicker eine Heizkörper-Reflexionsfolie ist, desto besser soll die Isolierung sein – dementsprechend steigt aber natürlich auch der Preis mit zunehmender Dicke. Je nach Hersteller fängt diese oftmals bei drei Millimetern an, es gibt aber auch Dämmmatten, die zwischen vier Millimeter und sechs Millimeter oder sogar bis zu 25 Millimeter dick sind. Und das ist nicht der einzige Unterschied: Reflexionsfolien können entweder mit einem Klebeband (oder z.B. einem Montagekleber) an der Wand fixiert werden oder aber sie sind selbstklebend. Doch kommen wir zu der entscheidenden Frage, wie sinnvoll die Anbringung einer Dämmmatte hinter dem Heizkörper wirklich ist?

Die gute Nachricht lautet: Dämmmatten haben eine isolierende Wirkung und sollen somit die Heizkosten senken können. Die schlechte Nachricht lautet: Experten zur Folge liegt die Ersparnis gerade einmal zwischen 1,5 bis 4 Prozent. Und das auch nur, wenn eine schlechte Außendämmung (sprich in alten Gebäuden) gegeben ist. Wodurch Wärme über die Fassade verloren geht. Das bedeutet: In modernen Neubauten ist durch die Anbringung von einer Reflexionsfolie wohl keine merkliche Veränderung in der Energiekosten-Abrechnung zu erwarten. Die Montage kann also sinnvoll sein, erzeugt aber wenn nur einen geringen Effekt.

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So bringen Sie die Reflexionsfolie richtig an

Normalerweise werden Reflexionsfolien als Rolle geliefert, unabhängig davon, ob diese selbstklebend sind oder nicht. Dünne Dämmmatten können aber durchaus auch gefaltet werden – das hängt von der jeweiligen Dicke und dem Hersteller ab. Doch zurück zur Montage: Damit die Folie ihre volle Wirkung erzielen kann, müssen Sie darauf achten, dass die mit Aluminium beschichtete Seite immer zum Heizkörper hin zeigt – nur so kann die Wärme in den Raum zurück reflektiert werden. Des Weiteren sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  1. Messen Sie die Fläche hinter dem Heizkörper aus (Länge und Breite).
  2. Schneiden Sie die Reflexionsfolien auf ihre gewünschte Größe zu.
  3. Befreien Sie die Wand hinter dem Heizkörper von Staub und Schmutz.
  4. Verkleben Sie die Dämmmatte möglichst vollflächig und lückenlos.
  5. Streichen Sie alle Luftblasen aus der Folie mithilfe einer Malerrolle.

Und noch ein Tipp: Bringen Sie die Reflexionsfolie stets zu zweit an, dann geht die Montage wesentlich leichter von der Hand – eine:r hält die Dämmmatte fest und der oder die andere streicht die Folie glatt, um alle Luftblasen zu beseitigen. So verrutscht die Folie während der Anbringung nicht.

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Schimmelbildung vermeiden: So gelingt es

Wurde die Reflexionsfolie hinter einem Heizkörper unsachgemäß befestigt, kann sich Feuchtigkeit zwischen Wand und Dämmung bilden – und somit Schimmel fördern. Um das zu vermeiden, können Sie bereits während der Montage vorbeugende Maßnahmen ergreifen: Sind die Platten beispielsweise selbstklebend, sollten Sie immer darauf achten, dass keine Lücken zwischen Wand und Folie entstehen. Hier kann eine gewöhnliche Malerrolle (am besten mit Teleskopstange) dabei helfen, die Folie gleichmäßig anzudrücken. Dämmplatten hingegen, die nicht aufgeklebt werden, sollten immer eine flächenbündige Verbindung zur Wand haben. Können Sie die Reflexionsfolie nicht bündig anbringen, ist es durchaus hilfreich, den Heizkörper vorher zu demontieren. Das ist zwar mit mehr Aufwand verbunden, sorgt aber für ein lückenloses Ergebnis.

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