News des Tages: Teenager erstechen 13-Jährigen in Großbritannien

Assange wird nicht an USA ausgeliefert +++ Kleines Mädchen unter Todesopfern des Erdrutsches in Norwegen +++ Deutschland übertrifft wegen Corona das 2020-Klimaziel +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Teenager erstechen 13-Jährigen in Großbritannien

Wegen Mordes an einem 13-Jährigen hat die Polizei in Großbritannien fünf Teenager im Alter von 13 und 14 Jahren festgenommen. Die vier Jungen und ein Mädchen sollen den Jugendlichen in der Stadt Reading erstochen haben. Polizisten suchten am Tatort in einem Park weiter nach Beweisen. Der Chef der Polizeivereinigung, John Apter, zeigte sich über die Tat entsetzt: „Schrecklich, so viele Leben werden dadurch zerstört“, sagte er. Die Polizei rief die Bevölkerung zur Mithilfe auf. Der Park sei bei Spaziergängern und Hundebesitzern beliebt, jemand werde sicherlich rund um die Tatzeit am Sonntagnachmittag etwas Ungewöhnliches beobachtet haben, so die Behörde. Tödliche Gewalt unter Jugendlichen – vor allem durch Messerangriffe – ist seit Jahren eine große Herausforderung für die britische Gesellschaft.

+++ Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier. +++

Die Nachrichten von heute im stern-Ticker: 

+++ 19.52 Uhr: Katar und Golfnachbarn legen Streit bei +++

Mehr als drei Jahre nach dem Beginn einer Blockade gegen Katar legen Saudi-Arabien und seine Verbündeten ihren Streit mit dem Emirat bei. Kuwaits Außenminister Ahmed Nassir al-Mohammed al-Sabah erklärte, dass die Länder sich auf eine Öffnung ihres Grenzverkehrs geeinigt hätten.

+++ 18.23 Uhr: Früherer Manager Kajo Neukirchen gestorben +++

Der frühere Manager Karl-Josef (Kajo) Neukirchen ist tot. Das bestätigte sein Büro der Deutschen Presse-Agentur. Demnach starb der gebürtige Bonner am 26. Dezember im Alter von 78 Jahren an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Zuerst hatte die Tageszeitung „Die Welt“ über den Tod des einstigen Wirtschaftsbosses berichtet. Kajo Neukirchen hatte sich unter anderem als Sanierer der Unternehmen Klöckner-Humboldt-Deutz, Hoesch AG und FAG Kugelfischer einen Namen gemacht.

+++ 17.41 Uhr: Nach Urteil in London – Mexiko bietet Assange Asyl an +++

Mexiko will dem Wikileaks-Gründer Julian Assange politisches Asyl bieten. Er werde Außenminister Marcelo Ebrard anweisen, einen entsprechenden Antrag bei den Behörden Großbritanniens zu stellen, erklärte Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador in seiner täglichen Pressekonferenz. Er verwies auf Mexikos Tradition, politisch Verfolgten Schutz zu bieten. Das nordamerikanische Land sorge aber auch dafür, dass diese sich nicht in die Angelegenheiten anderer Staaten einmischten. Ein Gericht in London hatte eine Auslieferung von Assange an die USA am Montag abgelehnt.

Britisches Gericht lehnt US-Auslieferungsantrag für Assange ab – 13.05 Uhr

+++ 16.58 Uhr: Südkorea schickt Marineeinheit zum Persischen Golf +++

Nach der Festsetzung eines unter südkoreanischer Flagge fahrenden Tankers durch den Iran schickt Südkorea eine Anti-Piraterie-Marineeinheit in Richtung Persischer Golf. Die Cheonghae-Einheit mit dem Zerstörer „Choi Young“ sei zum Ort des Vorfalls unterwegs, teilte das Außenministerium in Seoul am späten Montagabend (Ortszeit) mit. Es treffe „Sicherheitsmaßnahmen für unsere Schiffe, die sich in dem umliegenden Meeresgebiet befinden“. Weitere Details wurden nicht genannt.

+++ 16.35 Uhr: Mexiko bietet Assange politisches Asyl an +++

Nach der Entscheidung eines britischen Gerichts, Julian Assange nicht an die USA auszuliefern, will Mexiko dem Wikileaks-Gründer politisches Asyl anbieten. Das Außenministerium solle das entsprechende Prozedere einleiten und die britische Regierung über das Asylangebot informieren, sagte der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador vor Journalisten. Zuvor hatte eine Richterin in London die Ausweisung von Assange an die USA abgelehnt und dies mit dem psychischen Gesundheitszustand des 49-Jährigen sowie den zu erwartenden strikten Haftbedingungen in den USA begründet.

+++ 16.30 Uhr: Iran setzt südkoreanischen Tanker in Golfregion fest +++

Die iranische Revolutionsgarde hat einen südkoreanischen Tanker in der Golfregion beschlagnahmt. Die „Hankuk Chemi“ habe „wiederholt“ gegen Umweltauflagen verstoßen, teilte die Garde am Montag auf ihrer Website Sepahnews mit. Der Tanker sei aus dem saudiarabischen Hafen al-Dschubail gekommen und habe 7200 Tonnen „ölchemische Produkte“ an Bord gehabt. Südkorea forderte die Freilassung des Schiffes und entsandte eine Einheit zur Pirateriebekämpfung in die Golfregion. Die aus Südkorea, Indonesien, Vietnam und Myanmar stammende Besatzung wurde laut Sepahnews festgenommen. Wo genau das Schiff beschlagnahmt und wohin es gebracht wurde, blieb zunächst unklar. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars wurde die „Hankuk Chemi“ im Persischen Golf festgesetzt und „in die Häfen unseres Landes“ gebracht.

+++ 15.33 Uhr: Fall Assange – Amnesty International kritisiert USA und Großbritannien +++

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat die Gerichtsentscheidung gegen eine Auslieferung des Wikileaks-Gründers Julian Assange begrüßt, aber auch deutliche Kritik an den USA und Großbritannien geübt. Die Anklagen gegen Assange hätten gar nicht erst erhoben werden dürfen, teilte der Chef von Amnesty in Europa, Nils Muiznieks, am Montag in Berlin mit.

+++ 15.28 Uhr: Zoo von Mülhausen meldet seltenen Eisbären-Nachwuchs +++

Die Eisbären Sesi und Vicks im Zoo von Mülhausen haben zum zweiten Mal Nachwuchs bekommen: Das Jungtier sei am 22. November auf die Welt gekommen und wohlauf, teilte die Zooverwaltung der elsässischen Stadt mit. Da die ersten Wochen im Leben eines kleinen Eisbären jedoch äußerst heikel seien, habe es bisher noch keinen Kontakt zu Menschen gehabt.

Darfdieser Löweleben? 18.30

+++ 14.46 Uhr: Teenager erstechen 13-Jährigen in Großbritannien +++

Wegen Mordes an einem 13-Jährigen hat die Polizei in Großbritannien fünf Teenager im Alter von 13 und 14 Jahren festgenommen. Die vier Jungen und ein Mädchen sollen den Jugendlichen in der Stadt Reading erstochen haben. Polizisten suchten am Tatort in einem Park weiter nach Beweisen. Der Chef der Polizeivereinigung, John Apter, zeigte sich über die Tat entsetzt: „Schrecklich, so viele Leben werden dadurch zerstört“, sagte er. Die Polizei rief die Bevölkerung zur Mithilfe auf. Der Park sei bei Spaziergängern und Hundebesitzern beliebt, jemand werde sicherlich rund um die Tatzeit am Sonntagnachmittag etwas Ungewöhnliches beobachtet haben, so die Behörde. Tödliche Gewalt unter Jugendlichen – vor allem durch Messerangriffe – ist seit Jahren eine große Herausforderung für die britische Gesellschaft.

+++ 14.36 Uhr: EU: Ankündigung aus Teheran wäre Verstoß gegen Atomabkommen +++

Die vom Iran nach eigenen Angaben begonnene erhöhte Urananreicherung wäre aus Sicht der EU ein klarer Verstoß gegen das Wiener Atomabkommen von 2015. Sollten die Ankündigungen aus Teheran tatsächlich umgesetzt werden, würde es sich um eine „erhebliche Abweichung von den iranischen Verpflichtungen“ unter dem Abkommen handeln, wie ein Sprecher des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell am Montag in Brüssel sagte. Zudem hätte es demnach „ernsthafte Auswirkungen auf die Nichtverbreitung von Kernwaffen“. Jeder Schritt, der den Erhalt des Abkommens schwächen könne, müsse unterlassen werden.

+++ 14.17 Uhr: US-Militär macht Taliban für Anschlagserie in Afghanistan verantwortlich +++

Das US-Militär hat die radikalislamischen Taliban für eine Serie von Anschlägen in Afghanistan verantwortlich gemacht und vor der Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen in Katar ein Ende der Anschlagsserie verlangt. Die Anschläge, zu denen sich die Taliban nicht bekannten, müssten „aufhören, damit es Frieden geben kann“, erklärte der Sprecher der US-Streitkräfte in Afghanistan, Sonny Leggett, im Onlinedienst Twitter. Die Friedensverhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban sollen am Dienstag in Katar wieder aufgenommen werden.

+++ 13.32 Uhr: Israel will Iran die Produktion von Atomwaffen nicht erlauben +++

Kurz nach Beginn einer erhöhten Urananreicherung im Iran hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bekräftigt, dass sein Land der Islamischen Republik die Herstellung von Atomwaffen nicht gestatten werde. Die Entscheidung des Irans, unter Missachtung seiner Verpflichtungen die Urananreicherung zu erhöhen und Industriekapazitäten zur unterirdischen Urananreicherung voranzutreiben, könne nur als weitere Realisierung seiner Absicht gesehen werden, ein militärisches Nuklearprogramm zu entwickeln, erklärte Netanjahu. Israel sieht sich durch das Atom- und Raketenprogramm seines Erzfeindes in der Existenz bedroht.

+++ 12.27 Uhr: Assange-Unterstützer feiern Londoner Urteil +++

Mit Jubel und Begeisterung haben Anhänger von Julian Assange auf die Gerichtsentscheidung gegen eine Auslieferung des Wikileaks-Gründer an die USA reagiert. Vor dem Gerichtsgebäude in London sprangen Fans des 49-Jährigen vor Freude in die Luft, wie eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur beobachtete. Dutzende hatten in Sprechchören „Freiheit für Julian Assange“ gefordert.

+++ 12.26 Uhr: Pakistan verbietet umstrittene „Jungfräulichkeitstests“ +++

Pakistan hat eine umstrittene und unwissenschaftliche Praxis zur angeblichen Überprüfung der Jungfräulichkeit von Frauen verboten. Die sogenannten „Zwei-Finger-Tests“ seien illegal und verstießen gegen die pakistanische Verfassung, teilte das Hohe Gericht in der östlichen Stadt Lahore mit. Bei der invasiven Praxis überprüfen Ärztinnen etwa bei Vergewaltigungsopfern, ob das Jungfernhäutchen der Mädchen oder Frauen intakt ist. Die Tests, die seit Jahrzehnten durchgeführt wurden, haben nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) keine wissenschaftliche oder klinische Grundlage.

+++ 12.25 Uhr: Iran hat mit höherer Urananreicherung begonnen +++

Der Iran hat mit der umstrittenen Erhöhung seiner Urananreicherung in der Atomanlage Fordo südlich der Hauptstadt Teheran begonnen. „Das technische Prozedere für Urananreicherung auf 20 Prozent hat vor einigen Stunden in Fordo begonnen“, sagte Regierungssprecher Ali Rabiei auf dem Regierungsportal Dolat. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA sei über den Vorgang sowie das neue Atomgesetz, das unter anderem eine Erhöhung der Urananreicherung auf 20 Prozent vorsieht, in Kenntnis gesetzt worden.

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+++ 11.35 Uhr: FDP-Landespolitiker fordern Umdenken ihrer Partei bei Themen wie Klimaprotesten +++

Zum Auftakt des Superwahljahres 2021 fordern FDP-Landespolitiker ein Umdenken ihrer Partei etwa im Umgang mit der Klimabewegung „Fridays for Future“. Liberale dürften nicht ständig die Risiken neuer Trends und Entwicklungen überbetonen, schrieben die FDP-Generalsekretäre von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, Johannes Vogel und Konstantin Kuhle, in der Zeitung „Welt“ vom Montag. Die FDP stimmt sich am Mittwoch beim traditionellen Dreikönigstreffen auf das Wahljahr ein. Es sei ein „gefährlicher Trugschluss, wenn Liberale den Eindruck erwecken, schon die Auseinandersetzung mit bestimmten Themen sei ‚Anbiederung an den Zeitgeist'“, heißt es in einem Gastbeitrag der beiden FDP-Bundestagsabgeordneten. „So freiheitsfeindlich manche Schlussfolgerung von Teilen der Klimabewegung sein mag – ihr Grundanliegen ist es nicht.“

+++ 11.17 Uhr: Ex-Guardian-Chefredakteur Rusbridger warnt vor Auslieferung Assanges +++

Der ehemalige Chefredakteur des „Guardian“, Alan Rusbridger, hat vor einer Auslieferung des Wikileaks-Gründer Julian Assange durch Großbritannien an die USA gewarnt. Assange zu überstellen würde einen gefährlichen Präzedenzfall darstellen, warnte Rusbridger in einem BBC-Interview am Montag. Als problematisch bezeichnete Rusbridger, der einst mit Assange bei der Veröffentlichung von Material zu den Kriegen im Irak und Afghanistan zusammenarbeitete, vor allem den Vorwurf der Spionage und die damit verbundene Rechtsprechung hinter verschlossenen Türen. Ein weiteres Problem sei das Strafmaß: „Die Idee, jemanden auf Jahrzehnte, womöglich für den Rest seines Lebens einzusperren für die Veröffentlichung von Material, das meiner Meinung nach zum größten Teil im öffentlichen Interesse war, ist heftig unangemessen.“

+++ 11.16 Uhr: Tod von 15-Jähriger in Malaysias Dschungel – kein Fremdverschulden +++

Der Tod einer 15-jährigen Londonerin im malaysischen Dschungel sorgte 2019 für internationale Schlagzeilen – nun haben örtliche Behörden ein Fremdverschulden ausgeschlossen. Die Ermittlungen seien beendet, meldete am Montag die malaysische Nachrichtenagentur Bernama unter Berufung auf Behördenangaben. Nora habe das Hotel, in dem sie mit ihrer Familie gewohnt hatte, alleine verlassen und sich dann verlaufen. Die nackte Leiche der Jugendlichen war zehn Tage nach ihrem Verschwinden an einem Bach entdeckt worden. Die Eltern des Mädchens hatten zunächst ein Verbrechen befürchtet. 

+++ 11.03 Uhr: Söder will 2021 Klimapolitik in Bayern vorantreiben +++

Neben dem Kampf gegen die Corona-Krise will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im neuen Jahr auch die Klimapolitik vorantreiben. Als Schwerpunkte nannte er unter anderem den weiteren Ausbau von Photovoltaik und eine eigene Wasserstrategie. „Wir sind bei der Photovoltaik die Nummer eins in Deutschland. Das bauen wir massiv aus“, sagte Söder der Deutschen Presse-Agentur in München. „Wir werden mehr Großanlagen zulassen als selbst die Grünen im Landtag gefordert haben. Dazu kommt die Pflicht, bei Neubauten und Gewerbebauten Photovoltaik auf dem Dach zu installieren“, betonte er.

+++ 10.19 Uhr: Mindestens 15 Tote bei IS-Hinterhalt in Syrien +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat bei einem Hinterhalt im Zentrum Syriens Aktivisten zufolge mindestens 15 Menschen getötet. Die Extremisten griffen an einer Schnellstraße in der Provinz Hama Busse, Autos und Tanklaster an, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und Staatsmedien meldeten. Die Menschenrechtler erklärten, es seien zwölf Kämpfer der Regierung und drei Zivilisten ums Leben gekommen, darunter ein Kind. Zudem gebe es 15 Verletzte. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete nur von neun Zivilisten, die getötet worden seien.

+++ 9.47 Uhr: Kleines Mädchen unter Todesopfern des Erdrutsches in Norwegen +++

Oslo (dpa) – Unter den bislang sieben gefundenen Todesopfern des Erdrutsches in Norwegen ist auch ein zweijähriges Mädchen. Die zuständige Polizei gab am späten Sonntagabend die Namen von vier weiteren umgekommenen Personen bekannt – neben dem 2018 geborenen Mädchen auch ihr 40 Jahre alter Vater sowie eine 54-Jährige und ein 29-Jähriger. Bereits zuvor hatte die Polizei die Identität des ersten entdeckten Todesopfers, eines 31-jährigen Mannes, veröffentlicht. Damit sind bislang fünf der sieben gefundenen Opfer identifiziert.

+++ 9.01 Uhr: Zahl der Erwerbstätigen 2020 erstmals seit 14 Jahren geschrumpft +++

Die Zahl der Erwerbstätigen ist 2020 zum ersten Mal seit 14 Jahren gesunken. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, waren im Jahresdurchschnitt rund 44,8 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Das sind 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr. 2019 hatte die Zuwachsrate noch plus 0,9 Prozent betragen.

In der Corona-Krise sei damit der über 14 Jahre anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit in Deutschland zu einem Ende gekommen, erklärten die Statistiker. Dieser Anstieg hatte sich auch während der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 fortgesetzt.

+++ 8.38 Uhr: Letzte Chance nicht genutzt: Millionengewinn im Lotto nicht abgeholt +++

Das war’s für einen Lottogewinner aus Baden-Württemberg. Er hat seinen Anspruch in Höhe von 11,3 Millionen Euro nicht rechtzeitig abgeholt. Der Gewinn sei daher zum Jahreswechsel verfallen, sagte der Geschäftsführer der Staatlichen Toto-Lotto GmbH, Georg Wacker, in Stuttgart. Die Summe fließe nun in den Topf für Sonderauslosungen.

Der bislang unbekannte Glückspilz war seit der Ziehung im April 2017 gesucht worden. Trotz regelmäßiger Aufrufe hatte sich aber niemand gemeldet. Einen nicht abgeholten Gewinn dieser Höhe habe es im Südwesten bisher nicht gegeben, teilte die Lotto GmbH mit. Lotto-Erfolge verjähren drei Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem gespielt wurde. Der Gewinn – exakt 11.300.368 Euro – wäre komplett steuerfrei gewesen.

+++ 8:08 Uhr: Ifo-Institut: Kurzarbeit sinkt leicht – Starker Anstieg im Handel +++

Die Kurzarbeit in Deutschland ist nach einer Schätzung des Münchner Ifo-Instituts im Dezember geringfügig gesunken. Demnach waren zum Jahresende 1,95 Millionen Menschen betroffen nach 1,98 Millionen im Vormonat, wie die Forschungseinrichtung mitteilte. Hinter der kaum veränderten Zahl verbergen sich nach Erkenntnis der Ökonomen jedoch größere Verschiebungen. „In der Industrie ist die Kurzarbeit über alle Branchen gesunken. Gestiegen ist sie jedoch im Einzelhandel und im Gastgewerbe, die besonders vom aktuellen Lockdown betroffen sind“, sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link.

+++ 7.00 Uhr: Moskauer U-Bahnen werden erstmals von Frauen gesteuert +++

Erstmals in ihrer mehr als 80-jährigen Geschichte hat die Moskauer U-Bahn nun auch Zugfahrerinnen. Die Verkehrsbetriebe der russischen Hauptstadt gaben am Sonntag die Einstellung der ersten Frauen als Zugfahrerinnen im U-Bahn-Netz bekannt. Ihre Anheuerung wurde durch eine im September vom Arbeitsministerium erlassene Änderung des Arbeitsrechts ermöglicht: Dadurch war die Liste der Berufe, in denen nur Männer arbeiten dürfen, von 456 auf etwa hundert gekürzt worden.

PAID Corona in Russland 19.10

+++ 5.55 Uhr: Deutschland übertrifft wegen Corona das 2020-Klimaziel +++

Als Folge der Corona-Krise hat Deutschland Experten zufolge das Klimaschutz-Ziel für das Jahr 2020 übertroffen. Der Treibhausgas-Ausstoß habe im vergangenen Jahr 42,3 Prozent unter dem Wert von 1990 gelegen, ergab eine Analyse der Denkfabrik Agora Energiewende, deren Ergebnisse der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Das eigentlich schon abgeschriebene Ziel für 2020 sah 40 Prozent weniger Emissionen als 1990 vor.

Den Berechnungen zufolge gingen die Emissionen um über 80 Millionen Tonnen CO2 zurück auf rund 722 Millionen Tonnen. Zwei Drittel dieser Minderung seien aber eine Folge der Corona-Pandemie, ohne sie hätte der Rückgang nur bei etwa 25 Millionen Tonnen gelegen, und das 2020-Ziel wäre verfehlt worden.Corona for Future: Hilft das Virus gegen Klimawandel 14.15

+++ 5.47 Uhr: Zahl der Flugpassagiere in Berlin um drei Viertel eingebrochen +++

An den Berlin-Brandenburger Flughäfen ist die Zahl der Passagiere 2020 stark eingebrochen. Die Betreiber zählten bis Jahresende 9,1 Millionen Fluggäste in Tegel und Schönefeld, wie sie der Deutschen Presse-Agentur mitteilten. Verglichen mit 2019 entsprach das einem Rückgang um etwa drei Viertel.

Hatte es im Februar noch bis zu 99.000 Passagiere an einem Tag gegeben, sank die Zahl in der Corona-Krise zeitweise auf wenige hundert täglich.

+++ 4.07 Uhr: Trump und Biden greifen persönlich in Wahlkampf für Senatsposten in Georgia ein +++

Einen Tag vor den immens wichtigen Stichwahlen zum US-Senat in Georgia wollen sich sowohl der scheidende Präsident Donald Trump als auch sein Nachfolger Joe Biden persönlich in den Wahlkampf einschalten. Der 78-jährige Biden wird am Montag in der Bundesstaat-Hauptstadt Atlanta die Werbetrommel für die beiden demokratischen Kandidaten Raphael Warnock und Jon Ossoff rühren. Trump will in Dalton Wahlkampf für seine republikanischen Parteifreunde Kelly Loeffler und David Perdue machen, die ihre Mandate im US-Senat verteidigen wollen.

Mit den Stichwahlen in Georgia entscheidet sich das künftige Machtverhältnis in Washington: Nach jetzigem Stand haben die Republikaner im Senat 50 Sitze sicher und die Demokraten 48. Die Republikaner müssen in Georgia also nur eine der beiden Wahlen gewinnen, um auch künftig die Mehrheit in der mächtigen Kongresskammer zu stellen.

+++ 3.58 Uhr: Sieben Tote nach Erdrutsch in Norwegen gefunden +++

Nach dem Erdrutsch im Süden Norwegens haben die Rettungskräfte mittlerweile sieben Todesopfer im Katastrophengebiet gefunden. Mehrere Menschen galten am Abend weiter als vermisst. Die Retter gaben auch mehr als 100 Stunden nach der Katastrophe nicht die Hoffnung auf, Überlebende finden zu können. Die norwegische Königsfamilie zeigte nach dem Unglück ihre Anteilnahme. König Harald V., Königin Sonja und Kronprinz Haakon reisten an, um sich mit Vertretern der Gemeinde, Einsatzkräften und Betroffenen zu treffen.

+++ 2.54 Uhr: „Astronaut“ erschwindelt sich Geld von Japanerin +++

Ein vermeintlicher Astronaut auf Betrugsmission hat eine gutgläubige Japanerin um eine stattliche Geldsumme gebracht. Wie die japanische Tageszeitung „Hokkaido Shimbun“ berichtete, hatte die Frau in ihren 30ern nach eigenen Angaben den „russischen Astronauten“ im Internet kennengelernt. Nach seiner „Mission“ wolle er in Japan wohnen, habe der Mann ihr geschrieben. Er würde schon mal seine Sachen schicken, was sie bitte bezahlen möge.

Daraufhin sei sie von jemandem kontaktiert worden, der sich als Mitarbeiter einer Transportfirma ausgegeben und sie aufgefordert habe, die Versicherungsgebühr für das „Gepäck eines Russen“ zu bezahlen. Daraufhin habe sie insgesamt sechs Millionen Yen (47.500 Euro) auf ein Konto überwiesen. Doch anscheinend verschwand der „Astronaut“ damit in unbekannte Sphären, denn die Frau sieht sich nun als Betrugsopfer und wandte sich dem Bericht zufolge an die Stadtverwaltung.

+++ 0.44 Uhr: Britischer Sänger Gerry Marsden verstorben +++

Der britische Sänger Gerry Marsden, der durch die Fußball-Hymne „You’ll Never Walk Alone“ berühmt wurde, ist im Alter von 78 Jahren verstorben. Dies teilte Marsdens Freund Pete Price am Sonntag mit. Der aus Liverpool stammende Marsden war in den 1960er Jahren Frontmann der Band Gerry and the Pacemakers. Der Band gelang mit ihrer Version von „You’ll Never Walk Alone“ ein Hit.

Das Lied entstammte dem Musical „Carousel“ und war von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein II komponiert worden. Die Version von Gerry and the Pacemakers wurde dann von Fans des FC Liverpool übernommen. Anhänger dieses Fußballclubs singen das Lied auch heute noch regelmäßig. Auch in Stadien anderer Fußballvereine ist diese Hymne oft zu hören.

Marsden hatte den Song erst im vergangenen Jahr neu aufgenommen – als Hommage an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des staatlichen britischen britischen Gesundheitsdienstes NHS während der Corona-Pandemie.

+++ 0.26 Uhr: Umstrittenes Telefonat: Harris wirft Trump Machtmissbrauch vor +++

Die Bemühungen des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, das Wahlergebnis im Bundesstaat Georgia nachträglich ändern zu lassen, stellen in den Augen der gewählten US-Vizepräsidentin Kamala Harris einen Fall von „dreistem Machtmissbrauch“ dar. Das Handeln des Republikaners lasse „die Stimme der Verzweiflung“ erkennen, sagte die Demokratin am Sonntagabend (Ortszeit) bei einem Wahlkampfauftritt in der Stadt Savannah in Georgia. Trump und seine Republikaner hätten in dem Bundesstaat sechs Klagen gegen das Ergebnis eingereicht und seien damit erfolglos geblieben.

Trump hatte in einem einstündigen Telefonat den für die Durchführung der Wahl in Georgia verantwortlichen Staatssekretär Brad Raffensperger – ebenfalls ein Republikaner – unverblümt aufgefordert, genügend Stimmen für ihn „zu finden“ und das Ergebnis „nachzuberechnen“, wie die Washington Post am Sonntag berichtete. Die Zeitung veröffentlichte einen kompletten Mitschnitt des Gesprächs vom Samstag.Aufnahme: Trump drängt auf Wahl-Manipulation in Georgia 22.16h

+++ 0.23 Uhr: Mindestens 20 Tote bei Einsturz von Krematorium in Indien +++

Beim Einsturz eines Krematoriums in Indien sind mindestens 20 Menschen um Leben gekommen und 15 weitere verletzt worden. Das Dach des Gebäudes in der Stadt Ghaziabad nahe der Hauptstadt Neu Delhi war unter dem Druck schwerer Regenfälle eingestürzt, wie indische Medien berichteten.

Die Zahl der Todesopfer werde möglicherweise weiter steigen, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. In dem Gebäude hatte nach seinen Angaben zum Zeitpunkt des Unglücks eine Verbrennungszeremonie stattgefunden. Eingeäschert worden sei der Leichnam eines älteren Menschen, der aber nicht an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sei.

+++ 0.12 Uhr: Pelosi erneut zur Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses gewählt +++

Die Demokratin Nancy Pelosi ist als Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses wiedergewählt worden. Bei der konstituierenden Sitzung der Kongresskammer erreichte Pelosi knapp die notwendige Mehrheit. Sie hatte ihre Partei bereits in den vergangenen zwei Jahren als Vorsitzende des Repräsentantenhauses durch die zweite Hälfte der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump gesteuert – als politisch mächtigste Frau Amerikas und als wichtigste Gegenspielerin des Republikaners. Die inzwischen 80-Jährige hat signalisiert, dass dies ihre letzte Amtszeit an der Spitze des Repräsentantenhauses werden dürfte.

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