Ende März: König Charles III. kommt zu Staatsbesuch nach Deutschland – was geplant ist

Ende März wird König Charles III. nach Deutschland reisen. Besuche mit Ehefrau Camilla in Berlin und Brandenburg sowie Hamburg sind geplant.

Der britische König Charles III. und seine Ehefrau Camilla kommen Ende des Monats zu ihrem ersten Staatsbesuch nach Deutschland. Das Königspaar wird sich vom 29. bis zum 31. März in Berlin, Brandenburg und Hamburg aufhalten, wie das Bundespräsidialamt am Freitag in Berlin ankündigte. „Dieser frühe Besuch unterstreicht die enge und herzliche Freundschaft zwischen unseren Ländern und unseren Bürgerinnen und Bürgern“, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einer Videobotschaft.

König Charles III. kommt nach Deutschland

Der neue König wird zuvor auch Frankreich einen Besuch abstatten und dort die Hauptstadt Paris sowie Bordeaux besuchen. „Dass König Charles Deutschland und Frankreich als erste Reiseziele vor seiner Krönung ausgewählt hat, ist auch eine wichtige europäische Geste“, sagte Steinmeier. „Ihm, aber natürlich auch allen Britinnen und Briten möchte ich sagen: Wir in Deutschland, wir in Europa wünschen uns auch nach dem Brexit enge und freundschaftliche Beziehungen zum Vereinigten Königreich.“

PAID Buch „Reserve“: König Charles 19.00

Am 29. März begrüßen Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender das Königspaar mit militärischen Ehren in Berlin. Damit möglichst viele Menschen das Königspaar zu Gesicht bekommen können, wird der Empfang nicht wie üblich im Park von Schloss Bellevue stattfinden, sondern am Brandenburger Tor. Dass ein Staatsgast am Wahrzeichen Berlins begrüßt wird, hat es laut Bundespräsidialamt noch nie zuvor gegeben. Dies wird auch als Zeichen der besonderen Wertschätzung und engen Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien gewertet. Am Abend werden Steinmeier und Büdenbender ein Staatsbankett für ihre Gäste im Schloss Bellevue geben.

Am zweiten Tag (30. März) nehmen der Bundespräsident und sein Staatsgast Termine in Berlin und Brandenburg wahr. König Charles III. wird unter anderem im Bundestag eine Rede halten und sich in Berlin mit Geflüchteten aus der Ukraine treffen. In Brandenburg steht der Besuch bei Soldatinnen und Soldaten einer deutsch-britischen Militäreinheit auf dem Programm, die auf den Bau von Brücken spezialisiert ist.

Auch Camilla ist in Berlin und Hamburg dabei

Am 31. März begleiten der Bundespräsident und seine Frau ihre Gäste nach Hamburg. Dort sollen König Charles III. und seine Frau Camilla das Mahnmal der St.-Nikolai-Kirche, die vor 80 Jahren von alliierten Bombern zerstört wurde, und den Hafen besuchen. Zum Abschluss nehmen das Königspaar sowie der Bundespräsident und seine Frau an einem großen Empfang mit Gästen aus der Hansestadt und der örtlichen britischen Community teil.

Vom Hamburger Senat hieß es, der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) werde das Königspaar im Rathaus zu einem Eintrag in das Goldene Buch der Hansestadt empfangen. „Der Besuch von König Charles III. und Königin-Gemahlin Camilla ist eine große Ehre für die Freie und Hansestadt Hamburg“, erklärte Tschentscher. „Er stärkt die guten Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Hansestadt, die als ‚britischste Stadt auf dem Kontinent‘ gilt.“Camilla Parker Bowles 19h

Frank-Walter Steinmeier und König Charles III. kennen sich gut und schätzen sich sehr, wie in Berlin betont wird. In seiner Zeit als Bundespräsident habe Steinmeier Charles bereits sechsmal getroffen, nach eigenen Angaben zuletzt im September 2022 bei der Beisetzung der verstorbenen Königin Elizabeth II. in London. „Ich habe ihn damals als neuen König nach Deutschland eingeladen“, sagte er nun. „Dass er dieser Einladung nun ein halbes Jahr später folgt, zeigt, wie sehr der König die Freundschaft zwischen unseren Völkern wertschätzt.“ Auf englisch fügte der Bundespräsident in seiner Videobotschaft hinzu: „Your Majesty: I look forward to welcoming you in Germany.“

Charles hatte zusammen mit seiner Frau Deutschland zuletzt im Herbst 2020 besucht. Damals hielt er inmitten der Corona-Pandemie beim zentralen Gedenken zum Volkstrauertag im Bundestag eine bewegende Rede, in der er die tiefe Partnerschaft zwischen Großbritannien und Deutschland beschwor. Dem König sei Deutschland sehr vertraut, sagte die britische Botschafterin in Berlin, Jill Gallard. Seit 1962 sei er offiziell oder privat 40 mal hier gewesen und habe alle Ecken des Landes kennengelernt.

Posts aus derselben Kategorie: